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793 Überfall auf Lindisfarne
795 Erste Angriffe gegen Irland
um 795 Die Wikinger landen in Südengland
um 800 Arabische Münzen gelangen nach Skandinavien
808 Gründung Haithabus
820 Überfall einer Wikingerflotte auf die französische Küste
835 Einsetzen großer Raub- und Plünderzüge der Wikinger in Europa
841 Gründung Dublins
843 Teilung des Fränkischen Reichs; Wikinger überwintern in besetzten Gebieten
844 Erster schriftlich belegter Feldzug nach Spanien; Wikinger von den Mauren geschlagen
845 Eroberung von Paris
850 Wikinger lassen sich an der Seine nieder
860 Expedition der Wikinger ins Mittelmeer
um 860 Die Rus kommen in Novgorod an die Macht
865 Ein großes Dänenheer landet in England
866 York vom Dänenheer eingenommen
um 875 Die Wikinger beginnen Island zu besiedeln
876 Beginn der Kolonialisierung Englands
um 882 Die Rus kommen in Kiew an die Macht
883 Die Wikinger erobern die Dheusborch und überwintern
884 Niederlage gegen die Friesen bei Norwiede
885 -886 Belagerung von Paris
um 890 Norwegen durch Harald I. Härfarge geeint
             Skandinavische Wikinger zerstören das Osnabrücker Domkloster, in dem seit     804 Griechisch und Latein gelehrt wurde
892 Ein auf dem Kontinent besiegtes Wikingerheer setzt nach England über
911 Rollo erhält ein Lehen in der Normandie
um 937 Niederlage der Wikinger in England
945 Erik Blodyx ("Blutaxt") der letzte Wikingerkönig von York, wird besiegt und getötet
um 975 Aufgabe der Stadt Birka
986 Expedition nach Grönland
994 Olaf I. Tryggvesson und Svend Gabelbart greifen England an
1016 Knut wird König von England
1018 und auch von Dänemark
1035 Tod Knuts des Großen
1066 Schlachten von Stamford-Bridge und Hastings, Zerstörung Haithabus

Die Wikingerzeit begann mit dem Überfall auf das englische Kloster von Lindisfarne im Jahr 793 n. Chr. und läutete eine Ära ein, die bis ins 11. Jahrhundert andauern sollte. In dieser Zeit waren Norweger, aber auch Schweden und Dänen, mit ihren Schiffen unterwegs. Als Jäger, Entdecker, Siedler und Händler plünderten die Wikinger in großen Teilen Europas.

Die norwegischen Wikinger reisten vor allem nach Großbritannien und Irland. Sie kolonisierten die Shetland-Inseln, die Orkney-Inseln, die Färöer-Inseln und Island. Von Island aus fuhren sie weiter nach Grönland und sogar nach Nordamerika, wo in Neufundland später Wikingersiedlungen entdeckt wurden.

Unter der Herrschaft der Wikinger fand auch die erste Verschmelzung zu einem norwegischen Königreich statt. Vorher bestand Norwegen aus vielen kleinen Königreichen und einige Gebiete wie die Gegend rund um den Oslofjord wurden von den Dänen beherrscht. Es war Harald Hårfagre („Schönhaar“), der bei der "Schlacht von Hafrsfjord" bei Stavanger im Jahr 890 n. Chr. das Königreich Norwegen vereinte. Sagen zu Folge regierte er als Harald I. das Land bis 930. Historiker gehen aber davon aus, dass seine Macht auf die Küstengebiete in Südnorwegen beschränkt war. Nach Haralds Tod konnte das vereinte Norwegen nicht länger aufrecht erhalten werden. Während einige Teile von den Nachkommen König Haralds regiert wurden, standen andere Teile unter der Herrschaft dänischer Grafen.

In diesen Jahren wurde auch das Christentum eingeführt, wahrscheinlich vor allem von den britischen Inseln. Der erste König, der das Christentum übernahm, war Haralds Sohn König Håkon I. („der Gute“) (ca. 934-961). Håkon war aber nicht in der Lage seinen Untertanen die neue Religionen aufzuzwingen. Seine Nachfolger Olaf Tryggvason (ca. 995-1000) und Olaf Haraldsson („Olav der Heilige“) (1015-1028) nutzten dagegen gewaltsame Mittel, um ihr Volk zu christanisieren. Olaf Haraldsson war wahrscheinlich der erste norwegische König, der seine Macht ins östliche Norwegen ausbauen konnte. Sein Tod in der Schlacht von Stiklestad im Jahr 1030 gilt als ein Meilenstein in der Geschichte der Christianisierung des Landes. Nach seinem Tod wurde Olaf verehrt wie ein Heiliger und er wurde zum Schutzpatron von Norwegen. Zum Ende des Jahrhunderts wurde das Christentum zur einzigen erlaubten Religion im Land.

Nach dem Tod von Olaf geriet Norwegen unter dänische Herrschaft und war Teil des „Nordsee-Imperiums“ unter König Knut dem Großen. Knut war allerdings der letzte dänische König in Norwegen für die nächsten drei Jahrhunderte und bereits im Jahr 1035 bestieg Olafs Sohn, Magnus der Gute, den Thron. Sein Nachfolger König Harald Hardrada versuchte im Jahre 1066 die Invasion von England, wurde aber geschlagen und in der Schlacht von Stamford Bridge getötet. Das Ereignis gilt allgemein als das Ende der Wikingerzeit.