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DIE ALTNORDISCHEN GÖTTER

Am Ende der Wikingerzeit wurde das Christentum in den nordischen Ländern allgemein akzeptiert. Es war an die Stelle eines heidnischen Götterglaubens mit all seinen Göttern und Göttinnen getreten, von denen jeder die Macht in einem bestimmten Teilbereich des menschlichen Daseins hatte.

Odin, alt und weise, war der Häuptling der Götter. Thor war der Gott der Krieger, während Freya für die Fruchtbarkeit des Bodens und des Viehs sorgte. Loki war der Zauberei kundig, war aber so unzuverlässig, dass die Götter ihm nur wenig vertrauten. Die Götter hatten gefährliche Gegner, die Riesen (Jötun), die die dunklen und düsteren Seiten des Daseins repräsentierten.

Am besten kennen wir die heidnischen Götter von Schilderungen aus der frühen christlichen Zeit, wobei der neue Glaube diese Beschreibungen möglicherweise gefärbt hat. In Namen von Gehöften wie Thorshov, Frøyshov und Onsaker erkennen wir Namen heidnischer Götter wieder. Namen mit der Nachsilbe "hov" besagen, dass auf dem Gehöft ein heidnischer Tempel gestanden haben muss.

Die Götter hatten menschliche Züge und lebten wie die griechischen Götter des Olymps ein rauhes Leben. Sie bekämpften einander, aßen und tranken. Sterbliche, die im Kampf fielen, gingen direkt an den Tisch der Götter, um mit ihnen zu schmausen, und, den Bestattungssitten nach zu urteilen, benötigten die Toten im Jenseits die gleiche Ausrüstung wie auf Erden. In der Wikingerzeit wurden die Toten entweder eingeäschert oder aber unverbrannt bestattet. Grabbeigaben waren jedoch in beiden Fällen Sitte. Die Menge der Beigaben spiegelte sowohl Unterschiede in den Bestattungssitten als auch Statusunterschiede in der Gesellschaft wieder. In Norwegen gab es besonders reiche Bestattungstraditionen. Daher stellen die Gräber eine überaus fruchtbare Quelle für unsere Kenntnisse über das Alltagsleben der Wikinger dar. Die zahllosen Gegenstände, die zum Gebrauch im Leben nach dem Tod mitgegeben wurden, vermitteln uns einen genauen und detaillierten Einblick in die Welt der Wikinger, obwohl natürlich vieles im Lauf der Zeit zerstört worden ist, so dass von der ursprünglichen Ausstattung eines Wikingergrabs meistens nur Reste übrig sind.

Die Grabfunde ergänzen unser Material von den ausgegrabenen Wohnsiedlungen. Hier ­ in Städten und auf Höfen ­ liegen verlegte und beschädigte Gegenstände, Überreste von Häusern, Essens- und Handwerksabfälle, und in den Gräbern finden wir die schönsten und wertvollsten Gegenstände aus der persönlichen Habe des Toten. In den Gesetzestexten gibt es Andeutungen darüber, dass das, was wir heute Produktionsmittel nennen ­ Land und Vieh ­ der Familie gehörte. Grabbeigaben bestanden ausschließlich aus persönlichem Eigentum.

Die Götterliste ist sehr umfangreich darum hab ich sie verlinkt für genauere infos ;-)